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August Hobl in Dieburg
Am Sonntag, dem 1. August 2010 besucht August Hobl, der ehemalige DKW-Werksfahrer und Vizeweltmeister in der 350ccm-Klasse 1956 die Sonderaustellung Dieburger Dreiecksrennen im Dieburger Museum Schloß Fechenbach. Hier wird er auch ab 11.00 Uhr im Rahmen der Sonntagsmatinee eine Autogrammstunde abhalten.
Artikel vom 2.August 2010 im "Darmstädter Echo"
Sonderausstellung zum Dieburger Dreiecksrennen Tradition und Gegenwart in Wort, Bild und Miniatur
Das Museum Schloss Fechenbach widmet die kommende Sonderausstellung ab dem 27. Mai einer für Historiker sehr kurzen Phase, einem Ereignis in der Zeit von 1948 bis 1955. Acht Jahre, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, acht unvergessliche Jahre für den Dieburger Motorsport. Die Erinnerung an diese acht Jahre macht aus älteren Männern kleine Jungs, aus jüngeren gestandene Rocker. Die Lösung des Rätsels heißt „Dieburger Dreiecksrennen“. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg richtete der Darmstädter Motorsport Club als Veranstalter unter Leitung von Gustav A. Petermann, dem damals jüngsten Rennleiter Deutschlands acht Motorradrennen auf einer 5 km langen Rundstrecke im Dieburger Stadtgebiet aus. Bis zu 75.000 Besucher strömten nach Dieburg bis das Rennen aus sicherheits- und verkehrstechnischen Gründen eingestellt werden musste. Seit diesen unvergesslichen Tagen gab es in den Jahren 2005 und 2009 jeweils ein Revival und ein Buch zum Rennen, dass bereits mehrfach neu aufgelegt wurde. Jetzt ist es Zeit für eine Ausstellung. Unter dem Titel „Tradition und Gegenwart in Wort, Bild und Miniatur“ hat die IG-Dreiecksrennen eine Schau zusammengestellt. Im Organisationsteam tätig sind Karin Garde Gottlieb, Norbert Gottlieb, Ronald und Lianne Gabele, Thomas Jung, Herbert Kreher, Winni Ostheimer und Uwe Schott. Neben zahlreichen Bildern und Druckwerken werden auch Ton- und Bildbeiträge in der Ausstellung zu sehen und zu hören sein. Bereichert wird die Schau durch einen Teil der umfangreichen Privatsammlung von Norbert Gottlieb. Die Sammlung umfasst Motorrad- und Automobilmodelle, Blechspielzeug und Gebäudenachbauten. Zu einem der Hingucker wird für die Dieburger sicherlich der originalgetreue Nachbau der alten „Kistner- Tankstelle“ sein. Die Eröffnung findet am Mittwoch, 26. Mai um 18 Uhr statt. Geöffnet ist die Ausstellung ab dem 27. Mai bis zum 1. August. Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 14-17, So 11-17 Uhr. Der Eintritt ins Museum kostet pro Person zwei Euro, Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre und Inhaber der Seniorencard A oder S des Landkreises Darmstadt-Dieburg sind befreit. Informationen: www.museum-schloss-fechenbach.de
Zweites Revival des ,,Dieburger Dreiecksrennens " am 22. August
Der Marktplatz bebt, die Luft flimmert, ein Grollen überzieht Dieburgs Innenstadt und das beeindruckte Publikum sieht mit glänzenden Augen den Rennmotorrädern und Gespannen hinterher, als diese zum Vorstart an die Groß-Umstädter Straße aufbrechen, um sich dann selbst auf den Weg zum ehemaligen Dreieckskurs zu begeben. So war das im Jahr 2005, und viele der motorsportbegeisterten Zuschauer und solche, die es an diesem Tage wurden, denken gerne an das erste Revival auf dem ehemaligen Stadtkurs zurück.
Am Samstag, 22. August, wird Dieburg wieder beben: Rund ums Dreieck und im angrenzenden Fahrerlager auf dem Gelände der Mercedes Benz Anota Niederlassung wird zum zweiten Mal das legendäre Dreiecksrennen aufleben.
Das ,,Kabinettstück des deutschen Motorsports", wie es die Presse in den Fünfzigerjahren gerne betitelte, zog bis zu 70000 Zuschauer nach Dieburg. Doch dem in Darmstadt ansässigen Motorsport und Touring Club Starkenburg mit seinem Rennleiter Gustav Petermann war es aus verkehrstechnischen Gründen nicht mehr möglich, nach 1955 ein weiteres internationales Rennen auf dem vergrösserten Dreieckskurs auszutragen.
Um so mehr freute es Petermann, beim Revival als Beifahrer im Pace Car die Rennmaschinen anzuführen. Die Demonstrationsrunden der Fahrer auf ihren historischen Maschinen liessen erahnen, wie die damaligen Rennsportgrößen in den Jahren 1948 bis 1955 auf Dieburgs Straßen den Asphalt zum Brennen brachten. und dies mit Geschwindigkeiten, die noch heute Ungläubigkeit hervorrufen würden, hätte man es nicht schwarz auf weiß dokumentiert.
Diejenigen, die schon damals am Straßenrand standen und die Rundenzeiten ihrer Idole in ihre Programmheftchen notierten, sahen sich in die Tage ihrer Jugend zurückgeholt. Die heutige Jugend dürfte dagegen erstaunt gewesen sein, welche ,,heißen Events" ihren Eltern und Großeltern damals geboten wurden, wo man an Motorrädern vergeblich nach Plastik suchte und Worte wie Dezibelbegrenzung und Abgasuntersuchung noch nicht erfunden waren.
Um so schöner, wenn man heute solch eine historische Motorsportveranstaltung wieder sehen, riechen und hören kann.
Organisiert wird das Revival vom Dieburger Automobil- und Motorradclub im ADAC. Im Organisationsteam tätig sind Ronald Gabele, Karin Garde Gottlieb, Norbert Gottlieb, Thomas Jung, Herbert Kreher, Winni Ostheimer, Alexander Petermann, Christian, Matthias und Uwe Schott sowie Rainer Wieshoff. Unterstützt wird die IG Dreiecksrennen zudem von Inga Riepert, Johannes Spieß, Hannes Vater und vielen Freunden dieser traditionsreichen Veranstaltung, die Dieburg damals zu einem festen Begriff im deutschen Motorsport machte.
Die im Jahr 2005 gestarteten zwei Präsentationsläufe finden nun ihre Fortsetzung in vier Läufen, getrennt nach Klassen und Baujahren.
Startzeiten: Folgende Zeiten sind für die einzelnen Klassen geplant: 14.15 Uhr, 1. Lauf: Straßenzugelassene Motorräder bis Bj. 1976 15 Uhr, 2. Lauf: Solo-Rennmaschinen von Bj. 1956-1976 15.40 Uhr, 3. Lauf: Solo-Rennmaschinen bis Bj. 1955 16.20 Uhr, 4. Lauf: Renngespanne bis Bj. 1976.
Um 10 Uhr öffnet das historische Fahrerlager, hier bietet sich für die Besucher die Gelegenheit, den Schraubern beim Vorbereiten und Einstellen ihrer seltenen Rennmotorräder über die Schulter zu schauen und mit den Fahrern über Technik und Geschichte ihrer schnellen Zwei- und Dreiräder zu reden.
Winni Ostheimer (Fotos: Jochen Hammer, Vergrößerung durch anklicken)
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